Wusstet Ihr, dass...

Unser Vize-Fachgruppenobmann Hanno Schuster hat für die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters erneut Neues, Interessantes und Hilfreiches aus der Kreativwelt zusammengestellt. Erfreulich: die Bedeutung von Kreativität wächst wieder.


...  Litigation PR Medienarbeit bei rechtlichen Auseinandersetzungen bedeutet?
Dabei wird die juristische Strategie der Rechtsvertretung eines Klienten in der Öffentlichkeit kommunikativ unterstützt. Zum einen soll so die Einigungsbereitschaft der Gegenseite erhöht und andererseits der gute Ruf des Auftraggebers in der Öffentlichkeit geschützt werden. Litigation PR soll jedoch auch Übereifer, Einseitigkeiten und Übergriffe durch redaktionelle Berichterstattung entgegenwirken.
Was Litigation-PR nicht ist zeigt das in den Medien hochgekochte Gutachten eines Professors im Zuge der Ermittlungen gegen den Ex-Kanzler. Zum einen ist ein Gutachten alleine keine PR und zum anderen wird dieses Gutachten als Expertise der Uni-Wien ausgewiesen, was sich mittlerweile als unrichtig herausgestellt hat. Prinzipiell gilt: Jede PR hat sich an den Athener Kodex zu halten, in dem hohe ethische Standards festgeschrieben sind.

... die Bedeutung von Kreativität wieder wächst?
Bei der Frage nach den wichtigsten Erwartungen von Unternehmen an Agenturen haben Marketingchefs aus der Dachregion Deutschland, Österreich, Schweiz, die Kreativität (15%) an die erste Stelle gesetzt. An zweiter Stelle folgt die Fähigkeit sich an neue Trends anzupassen, sowie auf Platz drei, ein umfassendes Verständnis von Markt und Unternehmen. Digitalisierung folgt mit „Respektabstand“ (8%) auf Platz 4. (Quelle: Serviceplan Consulting Group, 234 befragte CMO’S spontan, ohne Vorgaben)

... dass Pinterest fast eine Milliarde Videoaufrufe pro Tag verzeichnet?
Das entspricht einem Anstieg von 120 Prozent im Jahresvergleich. Die gemeinsame Studie mit der Mediaagentur GroupM zeigt darüber hinaus, dass Pinterest-User nicht einfach passiv durch ihren Feed scrollen oder Inhalte überspringen. Sie schauen sich Videos aktiv an. Der Grund für diese höhere Viewability sind zum einen die einzigartige Zielgruppe und zum anderen das positive und vertrauenswürdige Umfeld auf Pinterest. Menschen nutzen die Plattform, um nach Ideen und Inspiration zu suchen und führen mit fast doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit eine kaufbezogene Handlung durch als User auf Social-Media-Plattformen.

... dass heute im Schnitt um 60 Prozent mehr Kleidung als vor 15 Jahren gekauft wird?
Getragen wird sie nur halb so lang wie noch vor 15 Jahren. Der aktuelle Greenpeace-Report zeigt, dass trotz Versprechungen der 29 größten Modemarken weiterhin 20 von ihnen auf Wegwerfmode setzen. Nur zwei Marken - Benetton und Esprit - setzen demnach erste Schritte und produzieren bewusst weniger Kollektionen in höherer Qualität. Die Fashionmarke ecoalf.com/de/ hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und geht einen radikal anderen Weg. Ihre Kampagne gegen den Black Friday ist gleichzeitig ein Aufruf zu einem anderen Konsumverhalten. #recyclingblachfriday  

... dass Coca-Cola die Transformation des „alten“ Agenturmodells durchzieht?
Statt der Präsentation einer neuen Markenkampagne setzen die Limonadenmacher auf die Auflösung der Trennung zwischen Inhalt und Ort der Kommunikation. Aus früheren „Agentur-Partner“ wird nun der neue „Marketing-Partner“ des Unternehmens. Der britische Pitchsieger wwp.com wird daher nicht nur die Kommunikation der Marke umsetzen, sondern künftig auch im Marketing ein gewichtiges Wort mitreden. Bei Coca-Cola ist man der festen Überzeugung, dass ein Unternehmen intern nicht die gleiche Qualität von disruptiven Ideen entwickeln kann wie eine Agentur. Dazu fehle den Unternehmensteams einfach die regelmäßige Auseinandersetzung mit anderen Zielgruppen.

Apple: Der Anti-Tracking-Kurs des Digitalriesen sorgt für große Probleme im Werbegeschäft der App-Anbieter
Die Werbebranche hatte es befürchtet, und es ist so gekommen: Apples Anti-Tracking-Offensive sorgt weltweit für massive Einbrüche im mobilen Geschäft. Zahlreiche Digitalkonzerne melden in den jüngsten Quartalsberichten entgangene Umsätze bei der Werbevermarktung ihrer Apps: Meta für Facebook und Instagram, Google für Youtube, darüber hinaus Snap und Twitter. Nach einer Analyse der Financial Times haben die großen Plattformen von Juli bis September zusammen fast 10 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen verloren.

Kaufentscheidung
Das Smartphone als ultimative Informationsquelle nimmt auch Einfluss auf die Kaufentscheidung. Mehr als die Hälfte der Befragten greift zu ihrem Handy, wenn sie mehr über ein Produkt wissen will. Die vergangenen 18 Monate haben aber vor allem das Online-Kaufverhalten weiter beeinflusst. Neben Shopping- und Lieferdienst-Apps gewinnen dabei solche Tools an Bedeutung, die den Weg in die kontaktlose Zahlungswelt vereinfachen. Bereits ein Viertel der Befragten bezahlt im stationären Handel mobil. Quelle: „Mobile 360“