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Wusstet ihr, dass ... (4)

Unser Fachgruppenvizeobmann Hanno Schuster hat wieder einige interessante Fakten aus der Welt der Kommunikation und des Designs zusammengetragen. Wer uns als Gastautor oder Gastautorin bei Newsletter & Co unterstützen möchte, meldet sich gerne bei redaktion@kommunikation-vorarlberg.at

... den lästigen Cookies jetzt der Garaus gemacht werden könnte?

NOYB-Gründer (none of your business) Max Schrems hat vor einiger Zeit ein automatisches System vorgestellt, das an die Websitebetreiber eine Beschwerde schickt, sobald Cookies nicht Datenschutz-konform verwendet werden. Jetzt hat der „Facebook-Schreck“ seinen Vorschlag erweitert. Geht es nach NOYB, soll jede Userin und jeder User selbst auswählen können, welche Cookies sie oder er akzeptieren möchte und welche nicht. Das Neue: Diese Entscheidung soll nur noch einmal getroffen werden müssen und dann für alle Websites gelten. (QUELLE Deutschlandfunk „Wissen“) Mehr dazu auf https://noyb.eu/de
Übrigens: Die Mehrheit der Deutschen würde die entsprechenden Hinweis-Banner gerne abgeschafft sehen. 48 Prozent der mehr als 1000 Befragten gaben an, die Abschaffung der Cookies-Zustimmungspflicht bei jedem Besuch einer neuen Homepage "eher" beziehungsweise "voll und ganz" zu befürworten. 36 Prozent lehnen dies ab. (Quelle: https://yougov.de/results/

...  Korrrelation und Koinzidenz nicht dasselbe bedeutet?
Von einer Korrelation spricht man bei einem (kausalen) Zusammenhang, bei dem zwei oder mehr Ereignisse wechselseitig aufeinander wirken. Koinzidenz ist das (zufällige) Zusammentreffen zweier Ereignisse.

... „native ads“ in der Schweiz gerade zu einer veritablen Diskussion führen?

Native Advertising verspricht eine Werbebotschaft so gut zu verpacken, dass sie sich vom redaktionellen Umfeld möglichst wenig abhebt und auf den ersten Blick nicht als Werbung zu erkennen ist. So weit, so gut. Wenn aber die Kennzeichnung als Werbung so versteckt oder so klein ist, dass sie übersehen wird, wird die Kennzeichnungspflicht verletzt. Mehrere Beispiele solcher Einschaltungen haben jetzt den Schweizer Presserat auf den Plan gerufen. In einer Stellungnahme dazu heißt es: „Das Verfassen von kommerziellen Beiträgen im Gewand eines redaktionellen Artikels leistet dem Journalismus und den Verlagen einen Bärendienst. Dies zeugt von einem Mangel an Respekt vor der Leserschaft und untergräbt die Glaubwürdigkeit des Journalismus. Eine Glaubwürdigkeit, ohne die er seinen Sinn verliert“.

... semantisches Framing den Deutungsrahmen der Realität verändern kann?

Fakten erhalten erst durch die „Bebilderung“ im Kopf ihre Bedeutung. Der bewusste Einsatz von Sprachbildern schafft unbemerkt Emotionalität – sowohl positiv als auch negativ, je nachdem, was der „Absender“ bewirken will. Framing wird besonders in der politischen Diskussion eingesetzt um die Deutungshoheit über ein Thema zu erlangen. Beispiel gefällig? Vom Krieg oder vom Hunger vertriebene Menschen werden so zu eine „Flüchtlingswelle“ in der wir zu ertrinken drohen.

... die Cannes Lions für den Veranstalter, das börsennotierte britische Unternehmen Ascential, (https://www.ascential.com) eine wahre Goldgrube sind?

Für Einsendungen mussten die Agenturen heuer im Schnitt um 20 Prozent mehr bezahlen als 2019. Trotzdem wurden allein aus Einreichgebühren 28 Mio Euro eingenommen; mehr als jemals zuvor. Dies wiegt umso mehr, als dass das Festival auch in diesem Jahr nur digital stattfand. Mit der Einführung eines Digital-Passes bzw. einer ganzjährigen Mitgliedschaft bei der Content-Plattform um 249 Euro hat man sich eine zusätzliche Einnahmequelle gesichert. Schätzungen zufolge erreicht das Unternehmen mit seinem virutellen Kongressformat 80000 Teilnehmer. Würden nur 10 Prozent von ihnen sich für einen digitalen Pass oder Abo entscheiden, ergäben sich zusätzliche Einnahmen von knapp 2 Millionen Euro.
Wer im kommenden Jahr nach Cannes fahren will, sollte schon mal „Kleingeld“ zur Seite legen. Der Festivalpass kostete 2019 bis zu 3400 Euro. (Quelle „Horizont“)