Wusstet Ihr, dass ...

...auch die Römisch-Katholische Kirche sich im Zuge der Digitalisierung mit einem Kompetenzzentrum eine neue vereinheitlichte Kommunikation anstrebt oder Online-Shopper gegen Retourenvernichtung sind? Unser Vize-FG-Obmann Hanno Schuster hat wieder einige Themen recherchiert.

In diesem Sinne - wusstet Ihr, dass...

... man mit Kryptowährungen sich auch blamieren kann? Das "Bored & Hungry", ein schickes kalifornisches Restaurant hatte bei seiner Eröffnung im April ganz auf die Krypto-Währung Ethereum gesetzt. Die Ästhetik des schicken Burgerladens spielt mit einer berühmten Krypto-Kunstkollektion des Bored Ape Yacht Club. Die Kunden konnten ihre Burger auch in den Kryptowährungen Ethereum und Apecoin bezahlen. Stolz verkündeten die Besitzer im April, sie seien die ersten, die diese Zahlungsmittel akzeptierten. Das ist nun vorbei. Die Preise seien nur noch in "altmodischen Dollar" angegeben, berichten nun Mitarbeiter. Verständlich, zumal die beiden Krypto-Währungen seit Anfang April um mehr als 60 Prozent an Wert verloren haben.

... Online-Shopper gegen Retourenvernichtung sind?

Online-Shopping ist zwar bequem und manchmal auch überraschend schnell. Nachhaltig ist der digitale Warenkorb aber nicht. Die Postbank Deutschland veröffentlicht dieser Tage die achte „Postbank Digitalstudie 2022“. Die große Mehrheit spricht sich darin gegen Retourenvernichtung und unnötigen Verpackungsmüll aus. Aber nur 10 Prozent der Befragten wollen ihre Online-Käufe aus ökologischen Gründen reduzieren.

... dass das Evangelium sich nicht von alleine den Menschen mitteilt?

Im Kanton Bern soll die Kommunikation der Römisch-katholischen Kirche vereinheitlicht und professionalisiert werden. Dazu wird ein neues Kompetenzzentrum eingerichtet. In einer Erklärung heißt es: Durch die zunehmende Digitalisierung hätten sich in den vergangenen Jahren neue Bedürfnisse ergeben. Die Aufgaben der neuen Stelle würden über die bisherigen hinausgehen. So soll sie künftig umfassende Kommunikations-Dienstleistungen übernehmen, etwa für Pfarreien, Pastoralräume oder Fachstellen.

... dass auch in der Kommunikationsbranche das Thema Work-Life-Balance immer mehr Tempo aufnimmt?

Als die Düsseldorfer Agentur für Social Media und PR, Wake up Communications, im März dieses Jahres für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die 4-Tage-Woche einführte, stieß das in der Branche auf großes Interesse. Jetzt macht eine weitere Agentur mit einem etwas anders gelagerten Arbeitszeitmodell auf sich aufmerksam. Die unabhängige PR-Agentur Adel & Link aus Frankfurt am Main belohnt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem zusätzlichen Urlaubstag pro Monat, so dass die Urlaubstage bei Adel & Link von bisher 30 auf 42 Tage im Jahr erhöhen. Die Agentur führt den „Wir-machen-blau-Tag“ ein. Bleibt die Frage, wann ist es bei uns soweit?

... dass auch die grüne Mobilität eine ziemlich dunkle Seite hat?

In den Akkus von Elektroautos stecken bis zu 15 Kilo Kobald. Zwei Drittel des jährlich geförderten Metalls werden im Kongo abgebaut, in einem Land, indem knapp zwei Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Obwohl Kinderarbeit im Kongo offiziell verboten ist, arbeiten nach einer Schätzung von Unicef bis zu 40.000 Kinder im Tagebau. Die Arbeit der "creuseurs" ist meist illegal – und lebensgefährlich. Sie graben mit einfachem Werkzeug, ohne Schutzkleidung und in nicht sachgemäß befestigten Schächten. Der Staub, der beim Abbau in den Minenschächten und beim Zerkleinern des kobalthaltigen Erzes entsteht, lagert sich in den Atemwegen ab, das umliegende Gewebe vernarbt. Silikose, die daraus entstehende Lungenkrankheit, ist nicht heilbar.
In der E-Auto-Branche hat Amnesty dabei noch schwerere Versäumnisse festgestellt als bei Herstellern von Smartphones und Laptops. Keine der Firmen habe die Identität ihrer Partner in Schmelze und Raffinade bekanntgegeben – oder spezifische Risiken und Missstände in ihren Lieferketten. Daimler und Renault bilden laut dem Bericht die Schlusslichter in Sachen Transparenz, während BMW und Tesla zumindest moderate Maßnahmen ergriffen hätten.

... dass Mediaprofis Klassik unterschätzen und Social Media überschätzen?

Die „Ad People“, wie sie der Kürze halber in einer Studie des TV-Vermarkters Goldbach Media und der Interessensgemeinschaft Elektronische Medien genannt werden, gaben einerseits Auskunft über ihre eigene Mediennutzung und andererseits über das Bild, das sie von der Mediennutzung der Gesamtbevölkerung haben. Erwartungsgemäß zeigt sich zunächst, dass Ad People neuere Medienangebote und Technologien signifikant stärker nutzen als die Gesamtbevölkerung. Aber es wird deutlich, dass Ad People die Nutzung der Bevölkerung in der Regel überschätzen. Zum Beispiel glauben sie, dass Facebook und Instagram von 54 bzw. 52 Prozent der Bevölkerung genutzt werden. Tatsächlich sind es aber nur 45 bzw. 37 Prozent. Die einzige Ausnahme von der Regel bildet Youtube; hier liegen Ad People mit ihrer Schätzung unter der tatsächlichen Reichweite. Bei klassischen Medien unterschätzen sie deren Reichweite. So nutzen regelmäßig rund drei Viertel der Bevölkerung Printprodukte, während Ad People glauben, es seien nur ungefähr zwei Fünftel. Auch Radio und lineares Fernsehen werden deutlich unterschätzt.