Wusstet ihr, dass ...

Neue Zahlen, Daten und Fakten, zusammengetragen von Hanno Schuster. Wusstest ihr u.a., dass sich das EU-Parlament auf wichtige Puntke rund um den neuen "Digital Services Act" geeinigt hat? Was das ist? Das lest Ihr weiter unten.

... schon allein das Aussehen der Schrift einen starken Einfluss auf die Emotionen der Leserinnen und Leser hat?

Wenn ihnen die Optik gut gefällt, steigern sich positive Reaktionen auf die Marke um bis zu 13 Prozent. Im Durchschnitt sind es etwa 5 Prozent. Monotype (monotype.com), spezialisiert auf digitalen Schriftsatz und die Gestaltung von Schriften für Unterhaltungselektronik, hat gemeinsam mit der wissenschaftlichen Forschungseinrichtung Neurons die emotionale Wirkung von Schrift im Branding untersucht. Dazu hat Neurons drei Schriften unterschiedlicher Genres analysiert  

Cotford Display Regular verstärkt die positive Wahrnehmung und steigerte die Beurteilung der Markenrelevanz um 13 Prozent, den Erinnerungswert um 10 Prozent und die Vertrauenswürdigkeit um 9 Prozent.
FS Jack Regular wiederum führt bei der Bewertung eines einzelnen Wortes zu einem Anstieg von 9 Prozent bei der Markenwahrnehmung in puncto Innovation, 7 Prozent Zuwachs in Bezug auf die Bekanntheit und 3 Prozent bei der Wahrnehmung als einzigartiges Wort. Die Schriftart steigerte das Vertrauen der Leserinnen und Leser in die Marke um bis zu 12 Prozent.
Gilroy Bold, auf den viele bekannte Marken setzen, erhöht der Untersuchung zufolge die Ehrlichkeit eines Slogans laut Befragung um 5 Prozent. Passenderweise ist die geometrische Sans in der Markenwelt längst zum visuellen Inbegriff für Zuverlässigkeit und Erfolg geworden.

... dass sich das EU-Parlament und der EU-Rat auf die wichtigsten Punkte rund um den neuen Digital Services Act, kurz DSA, geeinigt haben?

So sollen zum Beispiel Minderjährige in Zukunft vor zielgerichteter Werbung geschützt werden. Neu geregelt werden soll auch die Überwachung der sehr großen Onlineplattformen. Auch die Algorithmen von Facebook und Co. sollen öffentlich einsehbar sein. Forschende und NGOs sollen dazu noch Zugriff auf die Daten der Konzerne beantragen können. Allerdings: Dass sich beim Zugang zu den Daten der Plattformen für Forschende und NGOs im Text nun der Hinweis auf den „Schutz vertraulicher Informationen insbesondere von Geschäftsgeheimnissen“ findet, könnte eben diesen Zugang deutlich erschweren.


... der größte Anteil der Konsumenten der GenZ nachhaltige Lebensmittel eher situationsbedingt kauft?

Nicht nur das. Die Studie Future Needs der Generation Z des ECC Köln (Netzwerk für Entscheider:innen im E-Commerce. Händler, Hersteller und Dienstleister), zeigt die Überforderung der 16-26Jährigen in der Informationsflut und den unendlichen Wahlmöglichkeiten, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die ganze Studie gibt's als Gratis-Download auf https://www.ifhkoeln.de.

... die Gruppe der über 65jährigen mittlerweile fast so häufig online einkauft, wie die jüngeren Generationen?

85 Prozent der Altersgruppe ab 65 Jahren gaben an, mindestens einmal innerhalb der letzten 28 Tage online eingekauft zu haben. Diese Erkenntnisse liefert eine Befragung von rund 1.350 Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland. Die Ergebnisse liefert das schwedische Marktforschungsunternehmen Kantar Sifo im Auftrag des europäischen Zahlungsdienstleisters Nets Group und des PayTech-Unternehmens Nexi Group. Auch bei der Wahl der Zahlungsmethode zeigt sich in allen Altersgruppen ein ähnliches Niveau im Konsumverhalten (E-Wallets 39 Prozent, Kauf auf Rechnung 23 Prozent, Kreditkarte 10 Prozent).

...  Spanien sexistische Spielzeugwerbung verbietet?

In 87 Prozent der Werbespots für Puppen in Spanien kommen ausschließlich Mädchen vor, bei Spielzeugwerbung im Bereich Entdecker oder Abenteurer dagegen fast nur Jungs. Das hat eine Erhebung des katalanischen Rundfunkrats ergeben. Die spanische Regierung und der Dachverband der nationalen Spielwarenindustrie haben eine Einigung erzielt und sich auf 64 Standards geeinigt, die bei Spielzeugwerbung gelten sollen. Dazu gehört etwa, dass Werbespots nicht mehr nur gezielt ein Geschlecht ansprechen sollen. Auch die Sexualisierung von Spielsachen wie etwa bei der Bewerbung von Barbiepuppen ist verboten, genauso wie die Gewaltverherrlichung bei Werbung für zum Beispiel Actionfiguren. Es soll nicht mehr explizit mit den auffälligen Signalfarben rosa und blau geworben werden, um die Produkte so quasi indirekt Mädchen oder Jungs zuzuordnen.

 

...  man Cookies bei Google und Youtube demnächst leichter blockieren kann?

Die französische Datenschutzbehörde hat darauf bestanden. Aber Google wird künftig nicht nur in Frankreich, sondern in vielen weiteren europäischen Ländern einen "alle ablehnen"-Button anbieten. Mit einem Klick können Nutzer dann verhindern, dass Cookies für personalisierte Inhalte oder Werbung gesetzt werden.


... Bitcoin atemberaubende Strommengen verbraucht?

Hinter verschlossenen Türen wird in der EU derzeit – nicht nur deshalb - über ein Verbot nachgedacht. Das Netzwerk, das Bitcoin betreibt, läuft dezentral über tausende Geräte auf der ganzen Welt. Um sich daran zu beteiligen, braucht es nur einen Internetanschluss, einen Rechner und Strom. Statt gewöhnlicher Computer verwenden Bitcoin-Miner aber spezialisierte Hochleistungsrechner. Die sind notwendig, um die komplizierten kryptographischen Probleme zu lösen, mit denen Bitcoin sich gegen Manipulation schützt. Rund 130 Terawattstunden Strom verbraucht Bitcoin jährlich, schätzen Forscher:innen der Universität Cambridge; Tendenz steigend. Zum Vergleich: Ganz Deutschland verbrauchte 2020 rund 488 Terawattstunden Strom.