Digitale Erlebnisse aus einem Guss - Interview des Monats

Alexander Berzler (Jg. 1979) ist mit Frank Schwärzler (Jg. 1982) Gründer von visionworks. Aus dem interdisziplinaren Netzwerk wurde mittlerweile eine GmbH und seit 2021 firmieren die drei Unternehmen (visionworks GmbH, Agentur Berzler und mediales.medientechnik) in dieser Gesellschaft.

Visionworks ist stark gewachsen?
Alexander Berzler: Alexander Berzler: Bei unserem letzten Interview 2018 haben wir bereits die Gründung einer GmbH in Aussicht gestellt, das haben wir im April 2019 über die Bühne gebracht. Anfang 2021 haben wir dann aus drei Unternehmen – der visionworks GmbH, der Agentur Berzler und mediales.medientechnik – ein Unternehmen gemacht: die visionworks GmbH.

Frank Schwärzler: Da unser Konzept bzw. unsere Grundidee voll aufgeht und aufgrund der hohen Nachfrage und dem damit verbundenen „Workload“ haben wir mittlerweile ein beachtliches Team an Angestellten: Wir beschäftigen 14 Mitarbeiter:innen, aufgeteilt auf die Standorte Nenzing (Hauptsitz) und Lochau. Weiters wurde der Bereich Film und 3D Animation deutlich ausgebaut. Für die Leitung des Bereiches Film konnten wir Thomas Ilg als absoluten Experten gewinnen.

Worum geht es bei euch?
Alexander Berzler: Uns geht es darum „Digitale Erlebnisse aus einem Guss“ anzubieten – bei uns sind das keine leeren Worte, sondern wir können das auch – von der Konzeption, über die Mediengestaltung bis hin zur technischen Umsetzung (Software und Hardware), weil wir eben seit Beginn interdisziplinär aufgestellt sind. Unsere Inhouse- Kreationsabteilung ist sehr gut, durch unsere starke Technikabteilung haben wir die Möglichkeit der Kooperation mit anderen Agenturen (Web- und Softwareentwicklung, Hardware der Medientechnik), wenn es um die technische Umsetzung geht. Wir schätzen das Miteinander und nicht das Gegeneinander!

Frank Schwärzler: Genau. Sehr gerne gehen wir daher Kooperationen mit anderen Agenturen ein: mit zurgams sind Schnitzelbär und Bann Thai (jeweils u.a. Digital Signage), mit sägenvier die technische Umsetzung der Signaletik für die Gemeinde Lustenau, mit grafikcaldonazzi sind u.a. die Ausstellungen Feldkirch 800 und 500 Jahre St. Annenaltar (Stadt Feldkirch), mit Atelier Ender ganz aktuell 3D Animationen und Filme für das neue Fotomuseum entstanden.

Was unterscheidet euch von anderen Digitalagenturen?
Alexander Berzler: Was uns sicher einzigartig in Vorarlberg macht ist unsere ganzheitliche Sicht auf digitale Kommunikation. Wir verknüpfen die kreative Gestaltung von Botschaften ganz eng mit modernster Technologie. Wir setzen zum Beispiel Markenschauräume technisch und gestalterisch um oder kreieren die Szenografie für Ausstellungen. Gleichzeitig werden bei uns auch die dazugehörigen Apps und Websites entwickelt und natürlich grafisch und textlich ausgestattet. Also auf den Punkt gebracht: wir liefern nicht nur das Konzept, sondern auch den gesamten Content und die Hard- und Software für sämtliche Vorhaben.

Das heißt ihr installiert auch die Anlage und montiert den Screen?
Frank Schwärzler: Genau so ist es. Wir gestalten, liefern und wir bauen auf!

Ihr setzt euch auch mit neuen, innovativen Technologien auseinander?
Frank Schwärzler: Ein sehr gutes Beispiel dafür ist unser selbst entwickelter Web-3D-Produktkonfigurator, der auch an einen Webshop oder ein ERP-System angebunden werden kann. Mittels unseres 3D-Konfigurators kann ein Produkt online in 3D betrachtet, vergrößert, maßgeschneidert und wenn gewünscht auch gekauft werden kann. Dieses Tool ist für sehr vielfältige Bereiche und Produkte verwendbar. Besonders praktisch für unsere Kunden ist der Umstand, dass wir „inhouse“ 3D-Arbeiten wie Modellierung, Texturierung und Animation anbieten. D.h. der Kunde bekommt aus einer Hand nicht nur die 3D-Websoftware geliefert, sondern auch das qualitativ hochwertige webtaugliche 3D Modell.

Alexander wie bringst du dein Wissen als Experte für visuelle Kommunikation ein?
Alexander Berzler: Mein Studium sowie meine Forschungstätigkeiten in den Bereichen Visuelle Kommunikation und Unternehmenskommunikation zahlen sich nun doppelt aus. Mit modernster Technik lässt sich vor allem die visuelle Komponente bestens umsetzen. Wir möchten Erlebniswelten kreieren, die Kunden bzw. Besucherinnen und Besucher begeistern und staunen lassen – etwa durch multisensuale Konzepte, d.h. durch die Ansprache möglichst vieler Sinne. Diese Reize sind in der Lage den Betrachter in eine völlig andere Welt eintauchen zu lassen. Wir geben auch Tipps beim Lichtkonzept und der Lichtsteuerung. Bestes Beispiel hierfür ist der neue Markenschauraum von Grass. Besonders spannend ist auch ein aktuelles Großprojekt für die illwerke VKW. Bei diesem Projekt sind wir mit der Gesamtkonzeption und -umsetzung betraut: von der Szenografie, über Design und Filmproduktion bis hin zur gesamten medientechnischen Ausstattung der Ausstellungsräume. Auch hier soll die multisensuale Kommunikation zum Erlebnis werden.
Mehr über visionworks auf www.visionworks.eu

Danke für das Gespräch! A. Fritz-Pinggera