Die IAW21 feierte ein starkes Comeback!

Nach zahlreichen Online-Sessions fand die Interactive West 2021 gestern wieder in physischer Form statt. Ab 9 Uhr strömten über 650 Teilnehmende ins Messequartier Dornbirn und konnten endlich wieder Wissen aufsaugen, netzwerken, sich austauschen und gemeinsam feiern.

25 Tonnen Material, 70 Kettenzüge, 140 Podeste und 13 Kilometer Kabel – das alles wurde verbaut, damit gestern, am 21. September, die größte Digitalkonferenz im Bodenseeraum über die Bühne gehen konnte. Die internationalen und regionalen Speaker*innen spannten einen weiten Bogen, von der Wichtigkeit der Wissenschaftskommunikation über die modernen Arbeitskulturen und Female Empowerment bis hin zum Influencertum und kreativem Content auf Social Media.
Unter anderem waren Vertreter*innen von namhaften Firmen wie Google, TikTok oder Microsoft dabei, aber auch lokale Held*innen von Start-ups und renommierten Vorarlberger Unternehmen. In der Brand Space Area präsentierten lokale Betriebe ihre innovativen Ideen und die Besucher*innen wurden mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt.


Die Begeisterung der Teilnehmenden war groß
Für Claudio Errico ist „die IAW immer ein Highlight“. „Ein total guter Input in jede Richtung, total innovativ und befruchtend“, fand Peter Neudert die Veranstaltung und Maximilian Kathan erzählte: „Ich bin das erste Mal auf der IAW und positiv überrascht, dass Vorarlberg so viel zu bieten hat. Ich habe nur gewusst, dass viele spannende Vortragende kommen und man viel mitnehmen kann“. Besucherin Isabel Schieder freute sich besonders, dass es nun endlich wieder möglich ist, sich live auszutauschen und zusammenzukommen. „Ich habe es mir anders vorgestellt, wurde dann aber positiv überrascht und dachte mir, da komme ich wieder her“, resümierte Selina Malang.


Hochkarätige Speaker:innen und geballtes digitales Know-how
Nach einem feinen Frühstück, bestehend aus Kaffee, Croissants und Brötchen, startete die Konferenz um 10 Uhr mit der Begrüßung durch Gerold Riedmann: „Digitalisierung und Transformation gehören zusammen, bei der IAW wollen wir Digitales greifbar machen“, erklärt der Co-Founder der IAW. Anschließend war Science Buster Martin Moder an der Reihe. Er referierte über „The dark side of Wissenschaftskommunikation“ und wie die Wissenschaft den verschiedenen Zielgruppen nähergebracht werden kann. Denn es bringt nichts, wenn verschiedene Impfstoffe entwickelt werden, die Menschen sich jedoch nicht impfen lassen wollen, da sie nichts darüber wissen. Auf seinem YouTube-Kanal M.E.G.A. (Make Europa Gscheit Again) räumt Moder mit den verschiedenen Mythen rund um Corona und Impfungen auf.
Danach begrüßte Moderator Gerold Riedmann das Microsoft-Marketing-Ass Armin Skoff auf der Bühne. In seinem Vortrag behandelte er die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz. Vor allem ging es darum, wie nützlich Künstliche Intelligenz in unserem Alltag eingesetzt werden kann und wie wir davon profitieren können. Passend zum Thema erklomm im Anschluss ein besonderer Gast die Stufen der IAW-Bühne: Der Roboterhund Spot von Rhomberg Bau. Der vierbeinige Laufroboter unterstützt die Rhomberg-Mitarbeiter*innen bei der Arbeit und ist auf den unterschiedlichen Baustellen unterwegs. Auf der IAW übernahm er ebenso eine wichtige Aufgabe und verteilte kühle Getränke unter den Gästen.
Bevor es in die Mittagspause ging, bat Gerold Riedmann Google-Chefin Christine Antlanger-Winter zum Interview. Sie sprach über die Arbeitskultur (Remote vs. Office Work) bei Google und wie wichtig es ist, dass allen Menschen der Zugang zu digitalen Berufsfeldern offensteht – besonders Frauen und unterrepräsentierte Gruppen. Denn das Thema Female Empowerment steht bei ihr – und somit bei Google – weit oben auf der Agenda.


Digitaler Ideenreichtum im Ländle
Nach dem stärkenden Mittagessen erzählte Special Guest Charles Bahr von TikTok über seine Karriere, die bereits früh startete. Mit 15 Jahren war er bereits zweifacher Firmengründer und wurde vom Magazin „Online Marketing Rockstars“ als „Deutschlands jüngster Agentur-Chef“ bezeichnet. Anschließend berichtete Vorarlbergs Start-up-Queen Clarissa Steurer im Talk mit Georg Burtscher, ebenso CO-Founder der IAW, über die bisherigen Entwicklungen ihres Start-ups ClarissaKORK und ihrem Auftritt bei der PULS 4 Start-up Show „2 Minuten 2 Millionen“.
Im Anschluss wurde Philipp Bachmann von der Landeswarnzentrale Vorarlberg ans Mikrofon gebeten. Er gewann, zusammen mit seinem Team, den ersten Vorarlberger Digitalpreis für die erfolgreiche Umsetzung der Corona-Test- und Impf-Abwicklungsplattform. Landeshauptmann Markus Wallner betonte im Anschluss, dass das Team eine ausgezeichnete Leistung vollbrachte. Die schnelle Umsetzung des Projektes habe einen wichtigen Beitrag zur bisherigen Pandemie-Bekämpfung geleistet und gelte auch über die Landesgrenzen hinweg als Vorzeigebeispiel für zielführende Krisenbewältigung.
Um lokale Held:innen ging es auch im Anschluss: Die Brainsnacks waren inspirierende Kurzvorträge. Unter anderem erzählte Dunja Ellensohn von Loacker Recycling was die Digitalisierung in der Recyclingbranche bewirken kann. Außerdem berichteten Thomas Lorünser von Photeon, Lukas Böhler von Gleap, Jodok Batlogg von Tree.ly und Christopher Schöpf von e.battery systems über neue digitale Innovationen, deren Umsetzung und zukünftige Visionen. Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler beschrieb die digitalen Entwicklungen der Vorarlberger Unternehmen als außerordentlich wertvoll für die Region und bekräftigte auch die zukünftige Unterstützung durch die Wirtschaftskammer Vorarlberg.


Von Digitalen Staaten und Währungen

Auf einem Elektro-Einrad fuhr Digital Sensemaker Christoph Holz zur IAW-Bühne. Bei seinem unterhaltsamen Vortrag ging es um die Rache der Nerds, imaginierte Staaten und was Facebook noch fehle, um einen eigenen Staat bilden zu können. Professor Ernesto Turnes vertrat seinen Kollegen Pascal Egloff und brachte dem Publikum die Themen Blockchain und digitale Assets näher. Anschließend erzählte Skisprung-Legende Toni Innauer, wie die Digitalisierung das Sportmanagement beeinflusste und wie man von Niederlagen lernen und neue Motivation schöpfen kann. Passend zum anschließenden Energy Break, zeigte der Ex-Profisportler (mit tatkräftiger Unterstützung von Gerold Riedmann) eine Übung aus seinem neuen Buch „Die 12 Tiroler“.


Kreativität und Authentizität stehen im Fokus
Miss LinkedIn Céline Flores Willers motivierte danach die IAW-Community auf LinkedIn aktiv zu werden. Sie zeigte auf, wie wichtig es ist, dass sich auch die Mitarbeiter*innen eines Unternehmens auf Social Media für ihr Unternehmen stark machen. Denn Menschen folgen Menschen und keinen Institutionen. Erstmals eine Bühne in Österreich betrat der Managing Director von TikTok in der D-A-CH-Region Thomas Wlazik.
Seine Botschaft war klar: TikTok ist mehr als eine Plattform für unterhaltsame Kurzvideos, denn auf TikTok entstehen Trends. Die Videoplattform ist zum Spiegel der Gesellschaft geworden und ihr Publikum ist einzigartig. Deshalb sollte jedes innovative Unternehmen auch einen TikTok-Kanal besitzen und diesen mit unterhaltsamem, authentischem Content bespielen – so lautete das Erfolgsrezept des TikTok-Profis. Bei einem köstlichen Grillbuffet und jeder Menge Stimmung durch DJ Berti Basement klang die siebte Interactive West aus.

Save-the-Date: Am 13. und 14. Juni 2022 findet die nächste Ausgabe der Interactive West statt.